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6
Apr
2006

Kino: Mord im Pfarrhaus

Es ist eine altbekannte Geschichte, die schnell erzählt ist. Eine Familie, in der jeder seine eigenen Probleme hat, bekommt Besuch von einer Unbekannten und schon wird alles wieder gut. Das Ganze in einer Komödie mit einer Prise Humor und auch einer Prise schwarzen Humor verpackt. Britisch eben. Und auch, wenn der Film nach Agatha Christie klingt, hat er damit nichts zu tun.

Vikar Walter Goodfellow (Rowan Atkinson) ist vielbeschäftigt. Seine Frau Gloria (Kristin Scott Thomas) plant einen Urlaub mit ihrem Golflehrer, Tochter Holly (Tamsin Egerton) wechselt ihre Freunde so häufig, dass sich niemand deren Namen merken kann, und der kleine Petey (Toby Parkes) wird in der Schule gemobbt. Bis die ältere Haushälterin Grace (Maggie Smith) auftaucht. Schauplatz ist Little Wallop, ein kleines Dorf mit 57 Einwohnern und einem recht nervigem Hund. Zumindest zu Beginn des Films.

Wie schon oben erwähnt, ein britischer Film. Wer also eine Komödie nach Hollywood-Marnier erwartet, dürfte enttäuscht werden. Es ist ein ruhiger, ja liebenswerter Film, der nach einer kurzen Einleitung auch erst einmal ein wenig an Fahrt verliert, um dann, während sich die Dinge langsam entwickeln, in Schwung kommt.

Rowan Atkinson selbst spielt dabei den eher ernsteren, leicht abwesenden Geistlichen als den Mr. Bean, ohne dabei langweilig zu sein. Golflehrer Lance, der als Amerikaner wie ein Fremdkörper in dem Ort wirkt, wird in diesem Sinne auch perfekt von Patrick Swayze in einer Nebenrolle gespielt.


Eigentlich wollte ich noch den Trailer zum Film noch verlinken. Aber dieser ist einer der schlechteren Sorte, der durch die wilden Schnitte mehr abschreckend wirkt, als dass er Filmspass verspricht. Und damit wird dieser dem Film nicht gerecht. Ich habe zwar keine Tränen gelacht, noch bestand die Gefahr dazu, aber auf seine Art ist der Film eine klasse Komödie, die nie platt oder übertrieben ist, sondern wo man froher Erwartung ist, wenn Grace mit der Bratpfanne lauert.

Der Film Mord im Pfarrhaus – Schweigen ist Silber - Vergraben ist Gold sollte bereits letzte Woche starten, wurde dann aber auf den 06.04.2006 verschoben, sodass die groß angelegte Vorpremiere bereits drei Wochen zurückliegt.

Fazit: Ein Film, der ohne Blödeleien zum Schmunzeln einlädt, dort aber nicht enden muss. War positiv überrascht und fühlte mich wirklich gut unterhalten.
Schwächen: An ein, zwei Stellen etwas schnell und konstruiert, bspw. als Walter mit der Bibel im Bett liegt, ohne jetzt zuviel zu verraten. Sonst eigentlich kaum welche. Selbst Patrick Swayze passt auf seine Art und Weise irgendwie in den Film.

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