24
Aug
2006

Und es sind 8 Planeten

Lange wurde spekuliert, wie viele Planeten denn unser Sonnensystem hat. Wann immer ein neuer großer Fels gefunden wurde, war dies der "zehnte". So z.B. auch 2003 UB313, von den Entdeckern vorläufig Xena genannt. Daher hatte die Internationale Astronomische Union letztes Jahr angekündigt, auf ihrer nächsten Vollversammlung in Prag, Tschechien, eine Planeten-Definition zu geben.

Gestern ging dann die Angst um, es könnte zu einer Planeten-Inflation kommen. Neben Xena war von Ceres und dem Pluto-Mond Charon die Rede. Als Anfang. Viele vergleichbare Brocken kämen damit ebenfalls in Frage. Vielleicht wurde deswegen die Definition etwas enger gezogen:

Planeten unseres Sonnensystems sind dem verabschiedeten Text zufolge nun Himmelskörper, die die Sonne umkreisen, genug Masse haben, damit ihre eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenpresst, und ihre kosmische Nachbarschaft von anderen Objekten freigeräumt haben, fassen es die Südtiroler zusammen.

Und damit fällt Pluto raus, da er im Kuiper-Gürtel mit zahlreichen anderen Objekten umherschwirrt. Dieser ist nun wie Xena und Ceres nur noch ein Zwergplanet, wie die neue Kategorie heißt. Unser Sonnensystem besteht (aktuell) aus acht Planeten. Etwas, woran man sich erst gewöhnen muss.

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16,4°C / 80% / 1005 hPa

22
Aug
2006

Beweis für Dunkle Materie ?

Keiner weiß, was es ist, aber ohne sie gäbe es uns wohl nicht. Dunkle Materie. Materie, die nur durch ihre Schwerkraft auffällt. Da ich kein Physiker bin, verweise ich einfach mal auf Quarks & Co (kurz) und in längerer Form auf die Uni Bonn und die Wikipedia. Und weil Bilder so schön anschaulich sind, auf alpha Centauri (Real Player benötigt). Dort der 28.02.99 und wer mag zwei weitere Beiträge (auf der Seite einfach nach "dunkel" suchen).

Das Problem ist, dass sich die Sterne am Rande einer Galaxie eigentlich zu schnell um den Mittelpunkt drehen und dabei eigentlich nach außen weggedrückt werden müssen, ähnlich einem Kettenkarussell oder der Milch in der Milchkanne, das Standardbeispiel zur Fliehkraft. Zur Erklärung dessen kann man nun mehr Masse heranziehen, die man aber bisher nicht beobachtet hat, bzw. nicht beobachten konnte, oder aber mit einer anderen Schwerkraftwirkung argumentieren, um die Sterne auf Bahn halten zu können. Den faktisch tun sie es, nur erklären kann man es nicht.

Forscher um Douglas Clowe von der University of Arizona, USA, wollen nun den Beweis für die Existenz der Dunklen Materie erbracht haben. Sie haben zwei Galaxiehaufen beobachtet, die miteinander kollidiert sind, so scienceticker. So ein Sternhaufen besteht aus Sternen, Planeten und ähnlichen Körpern auf der einen Seite und heißem Gas auf der anderen, wobei das Gas den größten Anteil an der Masse ausmacht. Dunkle Materie mal völlig außen vor gelassen.

Bei der Kollision fliegen die festen Körper dabei nahezu unbehelligt aneinander vorbei, wie riesige Schiffe auf einem riesigem Ozean, so ein Vergleich in der NASA-Mitteilung, das Gas hingegen trifft aufeinander und bremst sich gegenseitig ab. Was übrig bleibt sind die im All weiterfliegenden festen Körper ohne Gas.

Nun haben große Masseansammlung die Eigenschaft, Licht zu brechen, wie eine Linse. Mit einem Teleskop, in dem Fall das Röntgenteleskop Chandra, können dann Objekte hinter der Masseansammlung beobachtet werden und anhand der Lichtbrechung die Masse bestimmt werden.

Da sich Dunkle Materie nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht, ist sie ebenfalls ohne zu kollidieren weitergezogen und wurde langsam durch die gegenseitige Anziehung abgebremst, so dass sie sich nun jeweils hinterm Gas befindet.

Bei den Linsenmessungen fanden die Forscher nun heraus, dass die größte Masse nicht im Gasknubbel ist, sondern vor und hinter der Gasansammlung, was nur durch Dunkle Materie erklärt werden könne. Der Beweis für die Existenz sei somit erbracht, so die Forscher.

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17,4°C / 47% / 1015 hPa

11
Aug
2006

Perseiden 2006

Es ist mal wieder soweit. Die Perseiden kommen. Erwartet werden zum Höhepunkt Samstagmorgen um 2.00 oder 4.00 Uhr 80 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde. Bei fast vollem Mond. Daher gibt Frank Erhardt (via extrasolar planets) den Tipp, sich bereits am heutigen Freitag zwischen 20.30 bis 22.00 Uhr, wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist, eine Decke zu schnappen, drauf zu legen und gen Himmel zu blicken.

Außerdem gibt es nach der Dämmerung ein besonderes Schmankerl. Perseiden Earthgrazer. Earthgrazer sind Sternschnuppen, die die äußere Erdatmosphäre streifen, ähnlich einem Stein, der übers Wasser hüpft. Davon hingegen gibt es nur ein bis zwei pro Stunde. Erhardt beschreibt sie aber als "farbenfroh und anmutig langsam" und als ein unvergessliches Erlebnis.


Aber auch hierbei könnte es ein Problem geben. Schon mal nach oben geblickt ? Es ist gefühlter Herbst. Zwischendurch ein netter Nieselregen, immer wieder dunkle Wolkenfronten, Werte über 20° sind selten geworden. Zumindest für den September gibt es Lichtblicke. Nicht, dass ich etwas gegen den Herbst hätte. Aber ich hätte jetzt gern noch ein paar Tage bei Werten zwischen 25 und 30°C gehabt. Stattdessen hab ich mich grad an den Sommer gewöhnt, da fängt das Frieren schon wieder an.

Vielleicht wird es 2007 besser werden. Zumindest die Perseiden sollen dann wieder vom Mond ungestört strömen.

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16,7°C / 70% / 1007 hPa

8
Aug
2006

Fitschens EM

Hab es vielleicht schon erwähnt, aber ich bin eigentlich nicht der Leichtathletik-Fan, die Großereignisse nehm ich aber gern mit. Und auch die Laufdisziplinen begeistern mich sonst selten, die Langdistanzen, neben den 100m, noch weniger.

Grad aber war bei der EM 2006 in Göteborg ein spannendes Rennen über die 10 000 Meter. Es ging gemächlich los, in dem Tempo weiter und hätte fast so aufgehört. Die letzten fünf der 25 Runden aber steigerten sich. Mit dabei u.a. Jan Fitschen. Das Tempo nimmt schlagartig zu, aus der 11-köpfigen Gruppe setzen sich vier, dann drei Athleten ab. Mit einer kleinen Lücke Fitschen. Er kann sie noch einmal zulaufen. Ein weiterer der anderen drei fällt raus. Fitschen nimmt den Schwung mit, kommt aus der letzten Kurve dicht hinter zwei Spaniern auf die Zielgrade, zieht vorbei und wird sensationell Europameister. Ein spannendes Rennen. (Link zur Ergebnisliste wird nachgereicht)

Die ARD allerdings war zu dem Zeitpunkt schon längst nicht mehr auf Sendung, das Rennen passte nicht ins Sendeschema, zumal auch noch überzogen wurde. Glücklicherweise sind die Öffentlichen nicht RTL und schnappen sich nicht die Exklusiv-Rechte, um dann "nichts" zu zeigen. So gibt es noch EuroSport, wo man auch am Nachmittag dank flexiblerer Regie mehr Sport sieht. Nur bei Dirk Thiele hats heute arg gekalauert. Aber gut, es sei ihm verziehen, der Rest stimmte.

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17,9°C / 64% / 1016 hPa

6
Aug
2006

bwins Sponsoring

Wenn man in der letzten Woche den Sport in den Medien verfolgt hat, gab es eigentlich nur drei Themen. Weltrekorde deutscher Schwimmerinnen bei der Europameisterschaft unter Mitwirkung von Britta Steffen, Doping bei Spitzensportlern und bwin, früher betandwin (wegen der ungeklärten Rechtslage und einigen Linkurteilen spar ich mir mal den bwin-Link).

Und grade letzteres ist recht interessant. bwin ist ein Wettanbieter, der in Deutschland keine Wetten anbieten darf, so sieht es Deutschland. bwin selbst sieht es natürlich ganz anders, aber darum geht es nur am Rand. Eine kurze Zusammenfassung gibt es aktuell in der Wikipedia.

Denn bwin ist auch Sponsor im Fußball, wogegen die einzelnen Länder klagen. Grund siehe oben. Dort sponsert man Arminia Bielefeld, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg, VfL Bochum, SC Freiburg, SV Werder Bremen und TSV 1860 München. Außerdem wird auf Webseiten einiger Bundesligisten geworben, darunter auch bei den Dortmundern.

In einer Zeit, in der so manche Liga im Sumpf versinkt, schon interessant, welch übergreifenden Einfluss ein Sponsor sich verschafft. Aber man will ja nichts unterstellen. Problematischer könnte es in anderer Sicht werden, je nachdem welchen Umfang das weitere Sponsoring in den nächsten Jahren annehmen wird, sofern weiter geworben werden darf. Und dann irgendwann auch wieder gewettet werden darf.

Schon einmal hat man sich in die Abhängigkeit eines Einzelnen begeben. Und fiel anschließend auf die Nase. Und wenn man sich die Sportberichterstattung im Fernsehen anschaut, prangt auch dort häufig das schwarz-gelbe Logo. Könnte eine interessante Entwicklung nehmen. Nach der Kirchkrise die betandwin-Krise. Mal schauen, wie es sich entwickelt, falls es sich entwickelt.

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23,8°C / 47% / 1015 hPa
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