Buecherwurm

17
Jul
2007

Buch: Browns Diabolus

Der US-Nachrichtendienst NSA hat ein Problem. Der Ex-Mitarbeiter Ensei Tankado hat einen unknackbaren Verschlüsselungsalgorithmus entwickelt und ins Internet gestellt. Diesen will er meistbietend versteigern. Sollte ihm etwas zustoßen, wird der Schlüssel, mit dem der Code verschlüsselt ist, frei veröffentlicht. Mit dieser Technik könnte jeder seine Nachrichten so verschlüsseln, dass sie absolut abhörsicher wären. Damit wiederum könnte die NSA weder EMails von Drogenkartellen oder Wirtschaftskriminellen, noch von verliebten Teenagern abhören. Dummerweise stirbt Tankado kurz nach der Ankündigung an einen Herzinfarkt. Chefkrypthografin Susan Flechter und ihr Verlobter David Becker bemühen sich fortan, an die Schlüssel zu kommen, die für die NSA alles bedeuten.

Dan Brown (dt.), der Popstar unter den Autoren. Dieses Buch ist eine Mischung aus Computer-Hacker- und Verschwörungsstory. Dabei nicht ganz so vollgestopft, wie ich es bei Sakrileg in Erinnerung habe, meiner Meinung aber gelungener geschrieben. Aber ich war nach dem ganzen Trara auch ein wenig von Sakrileg enttäuscht. Insgesamt recht spannend geschrieben, u.a. der stete Wechsel zwischen den Schauplätzen, der alle 2-6 Seiten stattfindet, sorgt für ein zum Teil fesselndes Lesevergnügen. Von daher hätte ich eigentlich eine 4,25 gegeben.
Allerdings, auch wenn Susan einen IQ von 170 haben soll, stellt sie sich am Anfang ziemlich blöd an, als sie sich und damit dem Leser die Sachverhalte erklären lässt. Blöde Frage ... "ja, aber natürlich". Hätte man geschickter lösen können. Ähnliches am Ende, als die Lösung immer wieder offensichtlich präsentiert wird, alle anwesenden sich aber etwas ungeschickt verhalten. Daher gäbe es einen Viertelpunkt Abzug, was eine 4,0 wäre. Eine 4er-Wertung finde ich angesichts dessen immer noch zu hoch, drum bekommt das Buch eine 3,95 von 5 auf der immer noch nicht standardisierten und willkürlichen Punkteskala. Damit ist es trotz dieser Schwäche, neben einiger, zum Teil größerer Logikfehler, eine Kaufempfehlung. Wer Meteor mochte, dem könnte auch Diabolus gefallen. Kategorie: Leichte Kost.

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12
Jul
2007

Buch: Thiemeyers Medusa

Als Nr. 1 der neuen Kategorie "Bücherwurm" gibt es Thomas Thiemeyers "Medusa". Hat einen netten Umschlag, lag grad in der Nähe und wurde außerdem zufällig vorhin beendet. Laut Klappentext ist es das erste Buch von Herrn Thiemeyer und dieser Eindruck schien sich anfangs bei dem einen oder anderen Satz zu bestätigen. Aber der Eindruck verflüchtigte sich recht schnell oder ich war dann zu sehr in der Story drin.

Der Buchrücken verspricht:
Eine todbringende Steinskulptur mitten in der Sahara. Ein Rätsel, älter als die Menschheit. Eine Forschergruppe, verschollen in einem Höhlenlabyrinth. Und eine Frau, die als Einzige die kryptischen Zeichen zu deuten vermag.

Sagt nicht so viel aus, oder? Hannah Peters ist Archäologin in der Sahara, trifft dort auf einen alten Tuareg, welcher sie wiederum zu einer interessanten, verborgenen, heiligen Stätte führt. Dort macht sie den Fund ihres Lebens, findet neben einigen Zeichnungen eine Medusen-Skulptur. Nachdem ein Kamera-/Forscher-Team dazu stößt, macht man sich gemeinsam dran, das Geheimnis der seltsamen Statue zu lüften.

Insgesamt ein netter Abenteuer-Roman, von daher sollte man keine tiefgehenden Charakterzeichnungen erwartet, mit den nicht unüblichen mysteriös, leicht theologisch angehauchten Elementen. Wer keine Probleme hat, sich auf eine Story einzulassen, wo bspw. ein Team das sagenumwobene Atlantis sucht und findet, der sollte sich auch hier gut zurecht finden. Atlantis taucht übrigens im Roman nicht auf, soviel sei verraten.
Ansonsten fällt auf, dass, auch wenn Thiemeyer eigentlich Illustrator ist, weswegen man genauere Umgebungsbeschreibungen erwarten könnte, genau dies nicht der Fall ist. Erklärungen, seien es zu den Beschaffenheiten von Objekten oder Landschaften sowie zu wissenschaftlichen Hintergrundinfos, halten sich im Rahmen des Notwendigen und überschreiten praktisch nie die halbe Seite.
Aus diesem Grund ist das Buch insgesamt recht flott zu lesen, leichte Kost eben, und ich hab mich eigentlich durchweg gut unterhalten gefühlt.

Hatte erst überlegt, 4 Punkte zu geben, ich tendiere aber eher zu 3,75 von 5 Punkten auf der noch nicht standardisierten Punktetafel. Damit würde ich es schon als Kaufempfehlung betrachten, und bei unter 8 Euro kann man da auch nicht viel falsch machen.

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