Wissenschaft

26
Mai
2006

Tarnmantel entwickeln

In den letzten Wochen war ich in diesem Blog schon fast unsichtbar. Aber auch nur fast. Ein Forscherteam um John Pendry vom britischen Imperial College London arbeitet daran, den Tarnmantel aus verschiedenen Geschichten Wirklichkeit werden zu lassen, wie die Netzeitung berichtet.

So wurden zuletzt Theorien für Metamaterialien entwickelt, die elektromagnetische Wellen wie Licht oder Radarwellen um ein Objekt wie Wasser um einen Stein in einem ruhigen Fluss leiten lassen könnten. Dann würde man nicht mehr das Objekt selbst sehen können, sondern nur noch das, was sich dahinter befindet. Es wäre unsichtbar.

Die Metamaterialen zeichnen sich dabei durch besondere Strukturen auf, die mit rund 400 bis 800 Nanometer kleiner als die Wellenlängen des sichtbaren Lichts wären, so der Text weiter.

Bis aber das Material erst einmal hergestellt und dann auch auf einen Tarnmantel übertragen werden kann, um Blogger, kleine Zauberer, Panzer oder Flugzeuge zu verbergen, dürfte noch etwas Zeit vergehen.

Bereits vor einem Jahr hatte man eine ähnliche Idee, die aber einige Einschränkungen bezüglich Größe des Objekts und Art des Lichts hatte. Davon ist aber jetzt keine Rede mehr. Mal abwarten, was es in einem Jahr zu sehen gibt. Und ob die Netzeitung dann wieder mit den Romulanern anfängt.

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14,8°C / 92% / 1012 hPa

15
Mai
2006

Blitzfänger

Bisher gibt es einige Filme, in denen das Wetter manipuliert wird und riesige Gewitter erzeugt werden. Ganz so weit geht ein Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem französischen Pendant CNRS zwar nicht, aber zumindest das gezielte Blitzen könnte bald möglich sein.

Teramobile ist ein mobiler Superlaser, der für eine sehr kurze Zeit, 70 Femtosekunden - billiardstel Sekunden, sehr starke Impulse von fünf Terawatt (Milliarden Kilowatt) erzeugen kann, eine Leistung, die von allen Kraftwerken der Erde nicht erreicht werden könnten, wie Prof. Ludger Wöste von der Freien Universität Berlin, erklärt. Aber Kraftwerke sollen ja auch keine kurzzeitige Spitzenleistung erbringen. In einigen Femtosekunden kommt das Licht gerade mal um Haaresbreite voran, wie es bei pro-physik heißt.

Dadurch kann der Laser aber die Luft ionisieren und einen leitenden Plasmakanal schaffen, womit prinzipiell auch Gewitterwolken entladen werden könnten. Allerdings reicht dieser Mini-Blitzkanal gerade mal drei Meter weit. Theoretisch könnten aber einmal startende und landende Flugzeuge damit vor einschlagenden Blitzen geschützt werden, indem der Blitz an andere Stelle einschlägt.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind im Umweltschutz möglich. So kann auch durch Nebel hindurch mittels Isotopenanalyse die Zusammensetzung der Luft bestimmt werden. Das Militär hingegen könnte damit auch bei schwieriger Sicht biologische oder chemische Kampfstoffe aufspüren.

Und notfalls dient es immer noch zur Anregung für den nächsten Film. Ab dem 23.06.06 wird der Laser im Palais de la Découverte (dt.), Paris, vorgestellt.

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21,2°C / 51% / 1011 hPa

21
Apr
2006

Riesen-Saurier

1995 wurden in Argentinien Knochen eines Dinosauriers entdeckt, der seitdem erforscht wurde. Es handelt sich um Mapusaurus roseae (in der engl. Wikipedia) - Mapusaurus für "Erde" in der Sprache der Mapuche, des Indiovolks Westpatagoniens, und roseae für die rötliche Färbung des Sandsteins, in dem die Knochenversteinerungen gefunden wurden, wie es in der Netzeitung heißt.

Dabei handelt es sich um einen 12,5 Meter langen, sechs Tonnen schweren und angenommenen 20 km/h schnellem Fleischfresser, der vor etwa 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit gelebt hat. Damit soll er größer als der Tyrannosaurus rex und der Giganotosaurus und könnte damit der größte fleischfressende Dinosaurier gewesen sein, so der argentinische Forscher Rodolfo Coria vom paläontologischen Museum Carmen Funes, Plaza Huincul in Patagonien.

Interessant ist nun, dass an der Fundstelle hunderte Knochen des Sauriers gefunden wurden, was darauf hindeutet, dass er in Gruppen gelebt hat. Bisher wurde stets vermutet, dass Jagdsaurier dieser Größe Einzelgänger gewesen seien.

Er aber war vermutlich in der Lage gewesen, den derzeit größten bekannten Dinosaurier Argentinosaurus zu jagen, der bei einer Länge von 40 Metern 100 Tonnen auf die Wage gebracht hat. Das ist in etwa so, wie wenn sich Löwen an einem Elefanten versuchen, was eher ungewöhnlich ist.

Mehr dazu auch in den Dinosaurier-News.

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21,7°C / 30% / 1014 hPa

10
Apr
2006

Angst und Bohren

Wenn Tiere Stress oder Angst erleiden, produzieren sie chemische Warnsignale, die Reaktionen bei anderen Tieren auslösen. Amerikanische Psychologinnen um Denise Chen von der Rice University, Houston, USA, konnten dies nun auch für den Menschen nachweisen.

Nachdem sie über Wattepolster Angstschweiß von Horrorfilm-Zuschauern sammelten und diese dann ihren Studentinnen gaben, konnten sie schneller und sicherer einen Assoziationstest um bedrohliche und neutrale Wortpaare absolvieren, als Studentinnen mit nur normalem Schweiß, wie es bei scienceticker heißt.


In der Netzeitung gibt es einen Artikel über ausgegrabene Zähne. Diese sind 9000 Jahre alt und es wurden Löcher hineingebohrt. Damit bieten die Funde aus der Steinzeit die ältesten Hinweise auf zahnärztliche Behandlungen, so ein Forscherteam um Roberto Macchiarelli von der Université de Poitiers, Frankreich.

Die Löcher haben einen Durchmesser von einen bis drei Millimeter und eine Tiefe von bis über drei Millimeter, wobei auch schmerzempfindliche Stellen freigelegt wurden, so der Text weiter. Überreste von Füllungen wurden nicht gefunden.

Als Werkzeug wird ein Feuerstein-Bohrer vermutet, der auch schon bei Perlen aus Knochen, Kalkschalen oder Türkisgestein zum Einsatz kam. Da auch gesunde Zähne angebohrt wurden, könnten die Forscher nicht sagen, ob es sich um eine Kariesbehandlung gehandelt hätte. Da die Zähne aber recht tief in der Mundhöhle lägen, könne eine reine Verschönerungsmaßnahme ausgeschlossen werde.


Mein Zahnarzt hat auch angerufen und möchte mich zur Routineuntersuchung wieder sehen. Da finde ich es auch sehr tröstlich, dass die Forscher aufgrund von Abnutzungserscheinungen an den Löchern sagen können, dass die Patienten anschließend noch gekaut und somit die Bohrungen überlebt hätten. Jetzt muss nur noch das Wartezimmer frei von schwitzenden Personen sein...

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8,5°C / 44% / 1016 hPa

22
Mrz
2006

Physik hinter den Dingen

Die Physik hinter den Dingen will nun die Welt der Physik erklären. Warum ist Schnee manchmal federleicht und lässt dann wieder Hochspannungsmasten knicken ? Wie funktioniert die Bananenflanken ? Und warum ist die Winterluft in den Räumen so trocken ?

Dazu unterstützende Grafiken und weiterführende Links. Als Themenausblick werden Abendrot und Himmelsblau, der Größenvorteil von "blauen" DVDs, das Funkeln der Sterne, die Mikrowelle und das Geheimnis der Sonnenfinsternis genannt.

Interessant auch, dass das Projekt im März 2006 gestartet ist und nicht bereits in 2005, dem Einsteinjahr und dem Weltjahr der Physik. Nichtsdestotrotz eine interessante Seite, die einen Blick zwischendurch sicher lohnt.
(via pro-physik)

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3,9°C / 40% / 1010 hPa

17
Jan
2006

Mais sucht Hilfe

Wissenschafter der Universität Neuchatel in der Schweiz und des Max-Planck-Instituts für Chemische Ökologie in Jena (Pressemitteilung: PDF, 279 kb) haben herausgefunden, wie sich Mais gegen Schädlinge zur Wehr setzt, wie die Netzeitung berichtet.

Sobald eine Raupe kommt und den Mais anknabbert, setzt dieser einen Cocktail verschiedener Duftstoffe frei, um damit parasitische Wespen anzulocken. Diese wiederum legen ihre Eier in die Raupen ab, so dass der Nachwuchs dann die Raupe frisst und der Mais in Ruhe weiter wachsen kann. Indirekte Verteidigung nennen Wissenschaftler diese Strategie und ist schon länger bekannt.

Nun fand man aber heraus, dass die Duftstoffe, die Sesquiterpene, von der Pflanze mit einem Enzym hergestellt werden, dessen Bauplan sich in einem einzigen Gen, dem so genannten TSP10, befindet. Anschließend wurden Pflanzen der Art Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) mit dem Gen bestückt und die räuberischen Wespen auf diese losgelassen.

Dabei zeigte sich, dass, sofern die Wespen schon einmal an einer echten Maispflanze gerochen hatten, auch auf die gentechnisch veränderten Pflanzen reagierten. Damit zeigten die Forscher eine neue Möglichkeit der biologischen Schädlingsbekämpfung.

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4,9°C / 92% / 1000 hPa

23
Dez
2005

Didgeridoo gegen Schnarchen

Wer tagsüber sein Krachpensum ausschöpft, lässt es nachts ruhiger angehen. So in etwa könnte man die Forschungsergebnisse einer schweizerischen Arbeitsgruppe um Milo Puhan vom Horten Zentrum der Universität Zürich und Otto Brändli von der Zürcher Höhenklinik Wald zusammenfassen.

Ein Didgeridoo-Lehrer wollte zuvor festgestellt haben, dass er weniger schnarche und tagsüber weniger müde sei, seit er das traditionelle Blasinstrument der Aboriginals spiele. Und auch einige seiner Schüler könnten den Effekt bestätigen. Also wurden in einem mehrmonatigen Test 25 Probanden von Brändli genauer unter die Lupe genommen, wobei der Effekt bestätigt wurde und die verminderten Atemaussetzer (Schlafapnoe) auch im Schlaflabor nachgewiesen werden konnten. Zudem hätte sich der Schlaf der jeweiligen Lebenspartner verbessert, so scienceticker.

Grund sei, dass durch das Spielen die Muskulatur der oberen Atemwege trainiert wird, so dass diese während des Schlafs weniger leicht die Spannung verliert. Bei 5 Prozent aller Erwachsenen geschieht diese Erschlaffung so stark, dass es regelmäßig zu Atemaussetzern kommen kann, dem krankhaften Schnarchen.


Diese Atemaussetzer beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, den Blutdruck und den Herzrhythmus, Forscher um Jan Börgel vom St.-Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum haben herausgefunden, dass es zudem zu einer Veränderung der Blutfettwerte kommt. So verringere sich das "gute" HDL-Cholesterin um etwa 20 %. Bei einer Abnahme der Atemaussetzer normalisierte sich der Wert wieder nach einiger Zeit.

Wer jetzt aber auf die Idee kommt, sich sein eigenes Didgeridoo zu basteln, dem sollte gesagt sein, nur tagsüber zu trainieren. Damit der Schlaf der Nachbarn nicht gestört wird.

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6,9°C / 82% / 1023 hPa

18
Nov
2005

Doping-Leuchte

Bisher muss noch der Urin eines Sportlers untersucht werden, um die Einnahme von Anabolika nachweisen zu können. Wissenschaftler der Universität Bonn gehen nun einen anderen Weg.

Sie können nun Blutproben mithilfe veränderter Prostatazellen untersuchen. Enthält das Blut Spuren von Anabolika, fangen die Zellen an zu leuchten. Dabei bedienen sie sich einem Luziferase-Gen, mit dessen Hilfe Glühwürmchen leuchten.

Neben Blut sollen so demnächst auch Urin- und Wasserproben auf Testosteron, synthetische Anabolika und Substanzen mit hormonähnlicher Wirkung untersucht werden können, wie es in der Netzeitung heißt. Dabei leuchten die Zellen umso stärker, je höher die Konzentration in der Probe ist.

Wenn also demnächst bei Doping-Kontrollen die Lampe angeht, ist das kein gutes Zeichen.

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7,4°C / 66% / 1019 hPa

9
Nov
2005

Schaltsekunde

Die Erde wird langsamer. Schuld daran sind unter anderem der Mond und die Gezeiten, die er verursacht. Da seit 1967 aber die Zeit nicht mehr als Bruchteil eines Tages, sondern über das Cäsiumatom definiert wird, kommt es regelmäßig zu Abweichungen zwischen natürlicher Zeit und der Atomuhrzeit.

Um dies auszugleichen wird im Schnitt alle 18 Monate eine Schaltsekunde eingefügt. Dann folgt auf 23:59:59 nicht mit 00:00:00 der neue Tag, sondern erst 23:59:60. Für den 31.12.2005 ist erstmals seit dem 31.12.1998 wieder eine Schaltsekunde geplant.

Dagegen wiederum laufen besonders die Amerikaner Sturm, wie es in der Netzeitung heißt. Denn manche Computersysteme seien auf die Synchronität untereinander angewiesen. Diese könnten nun durch die neuerliche Schaltsekunde gefährdet werden. Stattdessen möchte man die Schaltsekunde abschaffen und im Jahr 2600 eine Schaltstunde einfügen. Ob im Gegenzug eine Sommer-Sommerzeit eingeführt wird, ist noch nicht bekannt.

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass im Jahr 2600 PC-Systeme (bzw. was auch immer) auch mit Schalteinheiten umgehen können ? Andererseits, wie das mit Entscheidungen so ist, manche lassen auf sich warten. Die Experten der International Telecomunication Union (ITU) konnten sich bisher noch nicht auf die Änderung einigen und so könnte es sein, dass man erst einmal die diesjährige Schaltsekunde und ihre Auswirkungen gründlich untersucht, so heise online.

Wann es übrigens die nächste Schaltsekunde geben wird, falls es sie denn weiter geben sollte, steht auch noch nicht fest. Denn die Erde wird nicht nur langsamer, sie tut dies auch noch unregelmäßig und eiert regelrecht umher. Arme EDV.

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13,0°C / 66% / 1022 hPa

8
Nov
2005

Eisberg B-15A

Im April 2005 hatte ich was über den Eisberg B-15A geschrieben. B-15 nahm bereits im März 2000 seine lange Reise vom Ross-Eisschelf auf. In der Folgezeit splitterte sich B-15A mit einer Größe von 160 mal 25 Kilometern ab und hat die Küste des Viktorialands unsicher gemacht. Dabei hat er u.a. die 70 km lange Drygalski-Zunge um 5 km gekürzt.

Nun scheint die Reise von B-15A aber so langsam zu Ende zu gehen. Wie die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mitteilt, zeigen Satellitenbilder, dass sich im Südpolarmeer drei neue Eisberge von B-15A gelöst hätten. B-15N ist mit einer Größe von 61 mal 13 Kilometern der dickste Brocken, so scienceticker. Mal abwarten, ob dies mein letzter Bericht zu der Rasselbande war oder ob es demnächst neue Geschichten rund um B-15 und Co gibt.

Auf der NOAA-Seite gibt es auch einige Vergleiche der Eisberge. B-15A sei von der Größe her mit der Hawaiiinsel Maui vergleichbar, zwei der drei Splitter, B-15M und B-15N mit den Inseln Grand Cayman und St. Croix.

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14,1°C / 68% / 1018 hPa
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