30
Aug
2006

Googles Buchdownload

Vor einiger Zeit hat Google begonnen, einige Bücher einzuscannen, was auch gleich für Kritik sorgte. Nun bietet Google in der Büchersuche ein neues Feature an. Denn ab sofort kann man sich dort einige ältere Bücher, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist, auch als PDF runterladen, wie Golem berichtet. Laut blubb in den Kommentaren stehen mindestens 4 220 000 Bücher bereit. Der Hinweis von Golem, dass es sich dabei nur um "englischsprachige Titel" handelt, ist übrigens Quatsch. Vielleicht meinte man, nur Bücher englischsprachiger Bibliotheken, aber auch dort stehen Texte im deutschen Original rum.

Für den Download muss man bei der Suche nur "Bücher mit Vollansicht" auswählen, was man auch wirklich tun sollte..., und schon kann es losgehen. Die erste spontane Suche nach Goethe brachte mich noch nicht weiter, als ich dann Faust eintippte, hab ich auch mal obige Kategorie angeklickt und da war es auch schon. Anklicken und anschließend herunterladen, 3MB später hat man Faust.

Seite 1 ein Google-Hinweis, ein paar leere Seiten mit Punkten oder handschriftlichen Resten aus dem Bibliotheksbuch und der Text beginnt. Ein erstes Übersrollen bringt dann auch die erste Glanzleistung zu Tage, Seite 5 (im PDF Seite 16) ist erstmal schräg und damit unvollständig eingescannt...

Wie ich sehe, hatte heise online auch die Faust-Idee, dort allerdings die englischsprachige Version. Vielleicht wurde der Bestand wirklich erst im Laufe des Tages aufgefüllt.

Vorteil ist, dass die Bücher eingescannte Grafiken sind und damit wie die Bücher aussehen. Nachteil, dass die Bücher eingescannte Grafiken sind und damit eine Suche innerhalb der PDFs nicht möglich ist.

Ansonsten verweise ich einfach mal auf das Project Gutenberg, wo seit einigen Jahren ältere Texte bereitgestellt werden, wenn auch nicht als Scans.

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14,4°C / 85% / 1018 hPa

29
Aug
2006

Überraschungseier

Hab mir mal wieder ein paar Ü-Eier gekauft. Nicht, weil ich die Maulwürfe so toll finde -ganz bestimmt nicht-, sondern weil ich schon recht lange keine mehr hatte.

Früher war ja sowieso alles besser... Natürlich auch die Überraschungseier. Da konnte man im Sandkasten noch die Besitztümer auf das Brett knallen. Mein Haus, mein Auto, meine Flugzeugflotte. Und heute ? Ein Wachsmaler, dreiteilig. Eine magische Schulstunde, zweiteilig. Ein Schmuse Gorilla ! Einteiler. Das Fell erinnert an die Grasmatten für Modelleisenbahnen.

Aber mal ganz ehrlich, wo bleibt da der Spaß ? Ich will kein Fertigbauteil. Ich will mich durch die kleinen Teile durcharbeiten, mit oder ohne Anleitung basteln. Und mich dann ärgern, dass ein Propeller verloren geht. Oder nach dem Zusammensetzen den Quatsch entsorgen. Ganz egal. Aber Basteln war einer der Hauptgründe für den Kauf eines Überraschungseis. Wie viele Stunden Langeweile hat man damit wo auch immer überbrückt ? Das kann eigentlich nur eine Idee der Kultusministerkonferenz (KMK) sein. Weniger handwerkliches Geschick, weniger kreatives Denken, weniger Spaß, weniger Ablenkung.

Aber das hat man davon, wenn man zum Fertigpaket greift. Statt meine aufgestaute Bastelwut abreagieren zu können, muss ich mir jetzt von einem giftgrünen Gorilla über die Schulter schauen lassen. Da wird man nicht nur hyperaktiv, nein, man wird auch noch paranoid. Erst kommen die mit so hässlichen Figuren, jetzt mit Spaßbremsen. Da bekommt man Lust, gleich wieder ein paar Jahre auszusetzen.

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16,4°C / 73% / 1004 hPa

24
Aug
2006

Und es sind 8 Planeten

Lange wurde spekuliert, wie viele Planeten denn unser Sonnensystem hat. Wann immer ein neuer großer Fels gefunden wurde, war dies der "zehnte". So z.B. auch 2003 UB313, von den Entdeckern vorläufig Xena genannt. Daher hatte die Internationale Astronomische Union letztes Jahr angekündigt, auf ihrer nächsten Vollversammlung in Prag, Tschechien, eine Planeten-Definition zu geben.

Gestern ging dann die Angst um, es könnte zu einer Planeten-Inflation kommen. Neben Xena war von Ceres und dem Pluto-Mond Charon die Rede. Als Anfang. Viele vergleichbare Brocken kämen damit ebenfalls in Frage. Vielleicht wurde deswegen die Definition etwas enger gezogen:

Planeten unseres Sonnensystems sind dem verabschiedeten Text zufolge nun Himmelskörper, die die Sonne umkreisen, genug Masse haben, damit ihre eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenpresst, und ihre kosmische Nachbarschaft von anderen Objekten freigeräumt haben, fassen es die Südtiroler zusammen.

Und damit fällt Pluto raus, da er im Kuiper-Gürtel mit zahlreichen anderen Objekten umherschwirrt. Dieser ist nun wie Xena und Ceres nur noch ein Zwergplanet, wie die neue Kategorie heißt. Unser Sonnensystem besteht (aktuell) aus acht Planeten. Etwas, woran man sich erst gewöhnen muss.

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16,4°C / 80% / 1005 hPa

22
Aug
2006

Beweis für Dunkle Materie ?

Keiner weiß, was es ist, aber ohne sie gäbe es uns wohl nicht. Dunkle Materie. Materie, die nur durch ihre Schwerkraft auffällt. Da ich kein Physiker bin, verweise ich einfach mal auf Quarks & Co (kurz) und in längerer Form auf die Uni Bonn und die Wikipedia. Und weil Bilder so schön anschaulich sind, auf alpha Centauri (Real Player benötigt). Dort der 28.02.99 und wer mag zwei weitere Beiträge (auf der Seite einfach nach "dunkel" suchen).

Das Problem ist, dass sich die Sterne am Rande einer Galaxie eigentlich zu schnell um den Mittelpunkt drehen und dabei eigentlich nach außen weggedrückt werden müssen, ähnlich einem Kettenkarussell oder der Milch in der Milchkanne, das Standardbeispiel zur Fliehkraft. Zur Erklärung dessen kann man nun mehr Masse heranziehen, die man aber bisher nicht beobachtet hat, bzw. nicht beobachten konnte, oder aber mit einer anderen Schwerkraftwirkung argumentieren, um die Sterne auf Bahn halten zu können. Den faktisch tun sie es, nur erklären kann man es nicht.

Forscher um Douglas Clowe von der University of Arizona, USA, wollen nun den Beweis für die Existenz der Dunklen Materie erbracht haben. Sie haben zwei Galaxiehaufen beobachtet, die miteinander kollidiert sind, so scienceticker. So ein Sternhaufen besteht aus Sternen, Planeten und ähnlichen Körpern auf der einen Seite und heißem Gas auf der anderen, wobei das Gas den größten Anteil an der Masse ausmacht. Dunkle Materie mal völlig außen vor gelassen.

Bei der Kollision fliegen die festen Körper dabei nahezu unbehelligt aneinander vorbei, wie riesige Schiffe auf einem riesigem Ozean, so ein Vergleich in der NASA-Mitteilung, das Gas hingegen trifft aufeinander und bremst sich gegenseitig ab. Was übrig bleibt sind die im All weiterfliegenden festen Körper ohne Gas.

Nun haben große Masseansammlung die Eigenschaft, Licht zu brechen, wie eine Linse. Mit einem Teleskop, in dem Fall das Röntgenteleskop Chandra, können dann Objekte hinter der Masseansammlung beobachtet werden und anhand der Lichtbrechung die Masse bestimmt werden.

Da sich Dunkle Materie nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht, ist sie ebenfalls ohne zu kollidieren weitergezogen und wurde langsam durch die gegenseitige Anziehung abgebremst, so dass sie sich nun jeweils hinterm Gas befindet.

Bei den Linsenmessungen fanden die Forscher nun heraus, dass die größte Masse nicht im Gasknubbel ist, sondern vor und hinter der Gasansammlung, was nur durch Dunkle Materie erklärt werden könne. Der Beweis für die Existenz sei somit erbracht, so die Forscher.

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17,4°C / 47% / 1015 hPa

11
Aug
2006

Perseiden 2006

Es ist mal wieder soweit. Die Perseiden kommen. Erwartet werden zum Höhepunkt Samstagmorgen um 2.00 oder 4.00 Uhr 80 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde. Bei fast vollem Mond. Daher gibt Frank Erhardt (via extrasolar planets) den Tipp, sich bereits am heutigen Freitag zwischen 20.30 bis 22.00 Uhr, wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist, eine Decke zu schnappen, drauf zu legen und gen Himmel zu blicken.

Außerdem gibt es nach der Dämmerung ein besonderes Schmankerl. Perseiden Earthgrazer. Earthgrazer sind Sternschnuppen, die die äußere Erdatmosphäre streifen, ähnlich einem Stein, der übers Wasser hüpft. Davon hingegen gibt es nur ein bis zwei pro Stunde. Erhardt beschreibt sie aber als "farbenfroh und anmutig langsam" und als ein unvergessliches Erlebnis.


Aber auch hierbei könnte es ein Problem geben. Schon mal nach oben geblickt ? Es ist gefühlter Herbst. Zwischendurch ein netter Nieselregen, immer wieder dunkle Wolkenfronten, Werte über 20° sind selten geworden. Zumindest für den September gibt es Lichtblicke. Nicht, dass ich etwas gegen den Herbst hätte. Aber ich hätte jetzt gern noch ein paar Tage bei Werten zwischen 25 und 30°C gehabt. Stattdessen hab ich mich grad an den Sommer gewöhnt, da fängt das Frieren schon wieder an.

Vielleicht wird es 2007 besser werden. Zumindest die Perseiden sollen dann wieder vom Mond ungestört strömen.

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16,7°C / 70% / 1007 hPa
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